{"id":352,"date":"2014-10-15T10:20:16","date_gmt":"2014-10-15T08:20:16","guid":{"rendered":"http:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/?p=352"},"modified":"2015-04-03T16:06:00","modified_gmt":"2015-04-03T14:06:00","slug":"blaise-pascal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/?p=352","title":{"rendered":"Blaise Pascal"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Mensch, dem niemand gef\u00e4llt, ist viel ungl\u00fccklicher als einer, der niemandem gef\u00e4llt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wie wohl f\u00fchlt sich der Mensch, wenn er vom vergeblichen Suchen des Heils im weltlichen Leben ersch\u00f6pft, ermattet, seine H\u00e4nde zu Gott ausstreckt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Man mu\u00df sich selbst erkennen. Alles Ungl\u00fcck in der Welt kommt daher, da\u00df man nicht versteht ruhig in einem Zimmer zu sein. Die Einsamkeit aber \u00e4ngstigt deshalb, weil ihr die Menschen unverdeckt sich selber gegen\u00fcbergestellt werden. In der Einsamkeit zeigt sich die Trostlosigkeit, seine Ohnmacht, Abh\u00e4ngigkeit, Unzul\u00e4nglichkeit etc., Langeweile, D\u00fcsterkeit, Kummer, Verdru\u00df, Traurigkeit bef\u00e4llt den Menschen, die Angst vorm Alleinsein. Die Gr\u00f6\u00dfe des Menschen ist darin gro\u00df, da\u00df er sich selbst als elend erkennt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Kalte Worte lassen Menschen erstarren, hitzige Worte schmerzen sie. Bittere Worte machen sie bitter, und zornige Worte machen sie zornig. Freundliche Worte bringen gleichfalls ihr Abbild im Gem\u00fct des Menschen hervor: Sie erheitern, bes\u00e4nftigen und tr\u00f6sten ihn.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich behaupte: Wenn alle Menschen w\u00fc\u00dften, was sie voneinander sagen, g\u00e4be es keine vier Freunde auf der Welt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Gl\u00fcck ist nicht au\u00dfer uns und nicht in uns, sondern in Gott, und wenn wir ihn gefunden haben, ist es \u00fcberall.<\/p>\n<hr \/>\n<p>W\u00fcnschest du, da\u00df die Leute gut \u00fcber dich denken? Sprich nicht!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Wetter und meine Laune haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meinen Nebel und Sonnenschein in meinem Inneren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean an Wille und Verstand.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es gibt zwei gef\u00e4hrliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und au\u00dfer der Vernunft nichts anzuerkennen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Alle Sorgen des Lebens st\u00fcrzen \u00fcber uns zusammen, weil wir uns weigern, jeden Tag eine Weile still in unserem Zimmer zu sitzen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir sind unf\u00e4hig, die Wahrheit und das Gl\u00fcck nicht zu w\u00fcnschen, und sind weder der Gewi\u00dfheit noch des Gl\u00fcckes f\u00e4hig.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Nichts ist dem Menschen so unertr\u00e4glich, als wenn er sich in vollkommener Ruhe befindet, ohne Leidenschaften, ohne Besch\u00e4ftigungen, ohne Zerstreuungen, ohne Betriebsamkeit. Dann f\u00fchlt er seine Nichtigkeit, seine Verlassenheit, seine Unzul\u00e4nglichkeit, seine Abh\u00e4ngigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere. Sogleich werden vom Grunde seiner Seele die Langeweile, der Tr\u00fcbsinn, die Traurigkeit, der Kummer, der Verdru\u00df und die Verzweiflung aufsteigen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die wichtigste F\u00e4higkeit ist die, welche alle anderen ordnet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Menschen aber, die ihren eigenen Weg zu gehen f\u00e4hig sind, sind selten. Die gro\u00dfe Zahl will nur in der Herde gehen, und sie weigert die Anerkennung denen, die ihre eigenen Wege gehen wollen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es ist aber das Herz, das Gott sp\u00fcrt, und nicht die Vernunft. Das aber ist der Glaube: Gott im Herzen sp\u00fcren und nicht in der Vernunft.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Gott begreift man nur mit dem Herzen, nicht mit dem Verstand.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Erkenntnis Gottes ohne die Erkenntnis des eigenen Elends f\u00fchrt zum Hochmut. Die Erkenntnis des eigenen Elends ohne die Erkenntnis Gottes f\u00fchrt zur Verzweiflung. Die Erkenntnis Jesu Christi gibt die rechte Mitte, weil wir da Gott und unser Elend finden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Menschen glauben aufrichtig, die Ruhe zu suchen, und suchen in Wirklichkeit nur die Unrast.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Liebe hat kein Alter.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es gibt nur drei Arten von Menschen: die einen dienen Gott, da sie ihn gefunden haben; diese Menschen sind vern\u00fcnftig und gl\u00fccklich. Die anderen suchen ihn, da sie ihn noch nicht gefunden haben; solche sind vern\u00fcnftig, aber noch ungl\u00fccklich. Die dritten leben dahin, ohne ihn zu suchen; diese Menschen sind Toren und ungl\u00fccklich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die letzte Schlussfolgerung der Vernunft ist, anzuerkennen, dass es ungez\u00e4hlte Dinge gibt, die sie \u00fcbersteigen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Unser Dasein liegt zwischen zwei Ewigkeiten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es ist herrlich, im wilden Sturm auf einem Schiff zu sein, von dem man wei\u00df, da\u00df es im Hafen ankommt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es ist Licht genug vorhanden f\u00fcr die, die glauben wollen,<br \/>\nund Dunkelheit genug f\u00fcr die, die nicht glauben wollen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Im Leiden beginnt das Religi\u00f6se zu atmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Welt um mich herum ist in mir.<\/p>\n<hr \/>\n<p>In jedem Menschen ist ein Abgrund.<br \/>\nDen kann man nur mit Gott f\u00fcllen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Man behandelt uns, wie wir behandelt sein wollen: wir hassen die Wahrheit, man bel\u00fcgt uns, wir wollen geschmeichelt sein, man schmeichelt uns; wir lieben es, get\u00e4uscht zu werden, man t\u00e4uscht uns.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Ungl\u00e4ubigen sind die Allerleichtgl\u00e4ubigsten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es gibt keine Wahrheit au\u00dferhalb der Liebe.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Geist glaubt von Natur, und der Wille liebt von Natur, und so m\u00fcssen sie sich an falsche Objekte h\u00e4ngen, wenn wahre fehlen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Wahrheit ist in dieser Zeit so sehr verdunkelt, und die L\u00fcge so allgemein verbreitet, da\u00df man die Wahrheit nicht erkennen kann, wenn man sie nicht liebt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wer bei seinen Handlungen und Reden nur der Vernunft folgen wollte, w\u00fcrde von der Masse der Menschen f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Sehr blind ist man, wenn man sich selbst nicht als voll von Hochmut, Ehrgeiz, Begierden, Schw\u00e4che, Elend und Ungerechtigkeit erkennt. Und wenn man, nachdem man dies erkannte, nicht w\u00fcnscht, davon befreit zu werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Durch zwei Pforten gehen Wahrheiten in unseren Geist ein; durch den Verstand und durch den Willen. Am nat\u00fcrlichsten ist der erste Weg, aber am gew\u00f6hnlichsten der zweite.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Nichts ist der Liebe so \u00e4hnlich als die Begierde, und nichts ist ihr so entgegengesetzt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Entweder Gott ist, oder er ist nicht. Worauf wollen Sie setzen?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Herz kennt Gr\u00fcnde, von denen der Verstand nichts wei\u00df.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein vern\u00fcnftiger Mensch liebt nicht deshalb, weil dies f\u00fcr ihn vorteilhaft ist, sondern deshalb, weil ihn die Liebe selbst gl\u00fccklich macht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Jesus stellt das Zentrum, das Ziel von allem dar. Wenn man ihn nicht kennt, so vermag man nichts wirklich wahrzunehmen, weder von der Welt noch von einem selbst.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"spruch text\">Angenommen, es sei sicher, da\u00df es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und da\u00df es keinen Mittelweg gibt. F\u00fcr welche Seite werden wir uns entscheiden?<br \/>\nLassen Sie uns ein Spiel spielen, bei dem es zu einer Entscheidung f\u00fcr &#8222;Kopf oder Zahl&#8220; kommt. Mit Vernunft k\u00f6nnen wir weder das eine noch das andere versichern; mit Vernunft k\u00f6nnen wir weder das eine noch das andere ausschlie\u00dfen. Verfallen Sie also nicht dem Irrtum, da\u00df hierbei eine richtige Wahl getroffen werden k\u00f6nnte, denn Sie wissen nicht, ob Sie falsch liegen oder schlecht gew\u00e4hlt haben. Sowohl wer sich f\u00fcr Kopf entscheidet, als auch wer sich f\u00fcr Zahl entscheidet, beide liegen falsch: Die Wahrheit kann nicht durch eine Wette entschieden werden, aber es mu\u00df gewettet werden. Es gibt keine Freiwilligkeit, Sie m\u00fcssen sich darauf einlassen. Wenn Sie nicht wetten, da\u00df es Gott gibt, m\u00fcssen Sie wetten, da\u00df es ihn nicht gibt. Wof\u00fcr entscheiden Sie sich? W\u00e4gen wir den Verlust daf\u00fcr ab, da\u00df Sie sich daf\u00fcr entschieden haben, da\u00df es Gott gibt: Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn Sie verlieren, verlieren Sie nichts. Setzen Sie also ohne zu z\u00f6gern darauf, da\u00df es ihn gibt.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"spruch text\">Wir erkennen die Wahrheit nicht nur durch die Vernunft, sondern auch durch das Herz.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"spruch text\">Man mu\u00df zu zweifeln wissen, wo es n\u00f6tig ist, zuzugestehen wissen, wo es n\u00f6tig ist, und sich zu unterwerfen wissen, wo es n\u00f6tig ist. Wer das nicht tut, versteht nichts von der Macht der Vernunft.<\/p>\n<p class=\"spruch text\">\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine. Ein Mensch, dem niemand gef\u00e4llt, ist viel ungl\u00fccklicher als einer, der niemandem gef\u00e4llt. Wie wohl f\u00fchlt sich der Mensch, wenn er vom vergeblichen Suchen des Heils im weltlichen Leben ersch\u00f6pft, ermattet, seine H\u00e4nde zu Gott ausstreckt. Man mu\u00df sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/352"}],"collection":[{"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=352"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":540,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions\/540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nitidelo.lima-city.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}